Firmung

Firmung  -Wort stammt vom lat. „confirmatio„, übersetzt Bestätigung, Bekräftigung
Die Firmung wird -wie die Taufe und die Erstkommunion– als „Initiationssakrament“ bezeichnet, d.h. mit den drei Sakramenten wird man in die christliche Glaubensgemeinschaft hineingeführt. Die Firmung vollendet die Taufe. In der Firmung bestätigt der Firmling das Glaubensbekenntnis, das die Eltern und Paten bei der Taufe geleistet haben. Die Firmung soll den Gläubigen im christlichen Glauben stark machen und ihm Mut geben, im Alltag den christlichen Glauben bewusst zu leben.
Durch Handauflegung und Salbung wird der Heilige Geist auf den Firmling übertragen. Im Normalfall nimmt das der Weihbischof oder der Bischof vor. Auf diese Weise wird auch eine Verbindung des Gläubigen zum Bistum und zur Weltkirche sichtbar.
Heutzutage werden getaufte Jugendliche (in Deutschland meist im Alter zwischen 14 und 16 Jahren) zur Firmvorbereitung eingeladen, die den Wunsch haben oder mit der Möglichkeit, wieder in Kontakt mit dem christlichen Glauben kommen. In Gesprächen mit Gleichaltrigen können die eigenen Überzeugungen und Glaubenszweifel ausgetauscht werden und gemeinsam oder für sich nach Lösungswegen suchen.
Auch Erwachsene, die in ihrer Jugendzeit nicht gefirmt wurden, können noch gefirmt werden. Sie unterziehen sich auch einer persönlichen Vorbreitungszeit in Gesprächen mit Mitarbeitern des Seelsorgeteams.
Voraussetzung um gefirmt zu werden, ist, dass man getauft ist, ebenso die Bereitschaft, sich durch die Teilnahme an der Firmvorbereitung mit dem Glauben auseinanderzusetzen, sowie der Wunsch, gefirmt zu werden. Ist die Erstkommunion noch nicht erfolgt, kann der erste Kommunionempfang in der Vorbereitungszeit oder im Firmgottesdienst erfolgen.
Es ist üblich, dass sich der Firmling einen Firmpaten sucht. Dessen Aufgabe es ist, den meist noch jugendlichen Firmling bei der christlichen Lebensführung zu begleiten und zu unterstützen. Die Voraussetzungen, um Firmpate zu werden, sind die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und selbst gefirmt sein.
Geschichte: Anfangs waren Taufe und Firmung ein einziges Sakrament. So im 2./3. Jahrhundert begann man langsam, die Taufe in zwei verschiedene Ritualschritte aufzuteilen, woraus dann im Laufe der Zeit die Firmung hervorging. Später im Mittelalter entwickelte sich im Mittelalter die Firmung letztlich weiter zu einem eigenständigen Sakrament. Hauptsächlich hat die katholische Kirche dies Hugo von St. Victor sowie Thomas von Aquin zu verdanken. Durch das Lehramt der Kirche wurde die „Firmung“ als Sakrament im Konzil von Florenz (1439) nochmals offiziell bestätigt.
Kontakt: Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie den Wunsch haben, sich oder Ihr Kind firmen zu lassen. Tel. 02066/5023181

Aktuelle Firmung 2021