Gottesdienst

Als „Gottesdienst“ wird die Zusammenkunft von Menschen genannt, mit dem Zweck, mit Gott in Verbindung zu treten und mit ihm Gemeinschaft zu haben. Das bezieht sich nicht nur für christliche Kirchen, das Wort „Gottesdienst“ verwenden auch andere Religionsgemeinschaften wie im Judentum und dem Islam.
Der katholischer Gottesdienst ist zentrales Element des Glaubens. Die Kirchen folgen der im Neuen Testament beschriebenen Anweisung Jesu, der bei seinem letzten Mahl seinen Jüngern gesagt hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (1 Kor 11,24.25).
Im Gottesdienst handelt der immer gegenwärtige Jesus Christus an uns,er spricht in den biblischen Lesungen zu uns und bewirkt durch Zeichen.
Gottesdienst ist aber nicht nur als „Das Tun Gottes an uns“ zu verstehen. Erst mit in der Bedeutung des Wortes „Liturgie“ wird die umfassende Bedeutung des Wortes Gottesdienst richtig erfasst. Liturgie entstammt dem Griechischen kommt und bedeutet so viel wie „Das Tun des Volkes“.
Der gebräuchliche Name für den Gottesdienst ist „Heilige Messe“. Von Beginn des Christentums an gab es zwei feststehende Säulen der Heiligen Messe, die bis heute die Feier der Liturgie prägen: der Lese- und Gebetsgottesdienst mit Predigt und Glaubensbekenntnis und das Mahlhalten zur Erinnerung an den Tod Jesu. Beides ist umrahmt von Eingangsriten und der Sendung zum Abschluss.
Daneben gibt es auch andere Formen von Gottesdiensten:
  • die Wort-Gottes-Feier oder auch Wortgottesdienst genannt
  • das Stundengebet
  • Andachten (als Beispiele: Marienandachten, Kreuzwegandachten…)
  • Prozessionen
  • Begräbnisfeiern
  • die Feier der Sakramente, wie Taufe, Firmung, Versöhnung, Eheschließung, Krankensalbung, Weihesakrament
Nicht bei jeder Gottesdienstform ist die Leitung einem Priester vorbehalten, wie die Feier der Heiligen Messe, die Spendung der Sakramente (Taufe und Trauungen können auch von Diakonen gespendet werden) und bestimmte Segnungen und Weihen. Zur Leitung von Stundengebet, von Wortgottesdiensten, Andachten können auch Laien beauftragt werden. Auch die Gläubigen sind aufgerufen zu einer vollen, bewussten und tätigen Teilnahme an den liturgischen Feiern.

Gottesdienstordnung