Kirche Liebfrauen

Eigenständig war die Gemeinde „Liebfrauen“ vom 15. August 1909 bis zum 3. Februar 2018. Die Gemeinde „Liebfrauen“ ist am 4. Februar 2018 mit den Gemeinden St. Johannes und St. Peter als Pfarrei St. Franziskus zusammengeführt worden.

Vorstellung der Kirche „Liebfrauen“

Geschichte: Gemeinde Liebfrauen in Homberg–Hochheide

Ab Erteilung der Kohle-Schürfrechte an Haniel -1857- wurde Homberg-Hochheide später durch die Inbetriebnahme der Haniel-Zechen – bekannt als Rheinpreußen-Schachtanlagen I-III – immer mehr zum Industriestandort. Damit einher ging auch ein Anstieg der katholischen Bevölkerung, weil vornehmlich Bergarbeiterfamilien aus dem östlichen Europa „Böhmen, Slowenen, Ungarn“ zuzogen.

So wuchs die Zahl der Katholiken in Homberg von 362 im Jahre 1859 bei Gründung der Pfarrei St. Johannes in Homberg über 3.172 im Jahre 1900 auf dann 8.587 im Jahr 1905. Um all diesen Menschen eine kirchliche Heimat zu geben, wurde 1907 von der Muttergemeinde St. Johannes Homberg, in Hochheide an der Ehrenstraße eine aus Stein erbaute Rektoratskirche als Notkirche errichtet. Die Notkirche wurde am 15. August 1909, am Tage Maria Himmelfahrt, zur Pfarrkirche für die neugegründete Pfarrei Liebfrauen mit 9.236 Katholiken erhoben.

In den Jahren 1930/31 wurde die Notkirche durch den heute sichtbaren Kirchenbau an der Ottostraße, Ecke Ehrenstraße ersetzt. Geplant und erbaut wurde die am 25. Oktober 1931 eingeweihte Kirche vom Architekten Heinz Bley aus Rheinhausen.

Am 14./15. Oktober 1944 zerstörte eine Bombe die Kirche erheblich und auch der größte Teil der Inneneinrichtungen.

Bis 1948 dauerte der Wiederaufbau. Erst in 1983 bekam der Kirchturm seine Uhren.

In den folgenden Jahren gab es ab 1961 weitere Innenraumsanierungen bis hin zur kompletten Umgestaltung in 2006. Nicht nur Reparaturen waren im Laufe der Jahrzehnte zu meistern, sondern es galt den Kirchenraum immer wieder den Bedürfnissen der Feiernden in einer sich stetig wandelnden Zeit anzupassen.  

Nach dieser notwendigen Komplettsanierung der Liebfrauenkirche verbindet sich nun der Kirchenraum nur durch 2 Türen mit einem Anbau mit hellem Pfarrsaal, Küche, Toilettenanlage und Nebenräumen. Der Josefraum und die Jugendkeller sind auch von dem Anbau zu erreichen. Das damalige Propst-Sasse-Heim (Pfarrheim) mit Grundstück musste dafür verkauft werden.

Leitende Pfarrer in der Gemeinde Liebfrauen
Anton Hülsmann: 1906-1910
Anton Olbert: 1911-1926
August Sasse: 1926-1955
Norbert Enste:  1955-1970
Wolfang Schulte- Berge: 1970-1980
Heinz-Josef Sürgers: 1980-1998
Christoph Gerdemann: 1999-2015
Thorsten Hendrick: 2015-2018, ab 04.02.2018 leitender Pfarrer der neugegründeten Pfarrei St. Franziskus

 

Sakrale Kunstgegenstände in der Kirche

 

Taufbecken

Betritt man den Kirchenraum, wird man vom Taufbecken empfangen. Gleichzeitig wird es als Weihwasserbecken  genutzt. Helmut Schäfer, ehemaliger Küster und Organist (1979-1996) in Liebfrauen hatte als gelernter Steinmetz, diesen mit vier alttestamentarischen Motiven gestalteten Taufbecken 1985 aus dem „Udelfanger Sandstein“, der bei Udelfangen, in der Nähe von Trier, gebrochen wurde, gefertigt. Die ausgewählten Motive versinnbildlichen Zerstörung und Errettung:

Altar

Im Zentrum der Kirche steht der Altar auf gleicher Ebene wie die Kirchenbesucher und ist von allen Seiten zu sehen.

Der Entwurf stammt vom Architekten Prof. Hannes Hermanns aus Kleve. Der Altar stammt zum großen Teil aus dem seit 1961 bestehenden Altar, hergestellt aus „Anröchter Dolomit“. Es handelt sich dabei um ein Kalksteinvorkommen, das in der Soester Börde gewonnen wird. 

Nicht sichtbar sind im Altar die Reliquien der heiligen Märtyrer Beatus und Jucundinus (aus den Altären von 1931 u. 1961). In 2006 wurden sie unversehrt mit einer neuen Urkunde im Altar eingeschlossen. Zusätzlich wurden einige Tagebuchnotizen des Glaubenszeugen Karl Leisner -* 28.02.1915 / + 12.08.1945 -, der als die Kirche 1930/31 gebaut wurde, am Niederrhein lebte und wirkte, den Reliquien beigelegt. Der Glasdeckel, der die Reliquienschrein abschließt, trägt eine Gravur mit seiner letzten Tagebuchnotiz: „Segne auch Höchster meine Feinde.“ 〈vom 25.07.1945〉

Ambo

Wie der Altar ist der Ambo, Vorlesepult, aus dem Material „Anröchter Dolomit“ des ehemaligen Altars im Steinmetzwerk Wintges, Duisburg, nach dem Entwurf des Architekten Prof. Hannes Hermanns aus Kleve hergestellt worden.

Altarkreuz

Links, neben dem Altar, vor der weißen Wand, ist ein aus Eichenholz gefertigtes schwarzes 3,00 m hohes u. 2,50 m breites Kreuz zu sehen.

Der aus Bronze gefertigte und vergoldete Korpus wurde im August 1965 in den Kunstwerkstätten Maria Laach hergestellt und hing am Kreuz im ehemaligen Altarbereich hoch oben, bis zur Umgestaltung der Kirche.

Der neue Platz des Korpus mit einem Kreuz, das im Kirchenraum der Zukunft den Menschen mehr zusagt. Nicht weit weg, oben an der Decke hängend und jeder kann ihm in die Augen schauen…, wie ein Text des ehemaligen Pfarrer Christoph Gerdemann treffend wiedergibt: Wer zu dem Kreuz hin geht, kann den vom Kreuz zugewandten Christus mit seinen Augen erkennen. Dieser Christus wirkt nicht entrückt. Er hängt nicht von der Decke herab. Sein Kreuz, er selbst ist fest mit der Erde verbunden, genauso wie der Betrachter. Als Auferstandener kann ihn jedoch das Kreuz nicht mehr festhalten. Wer auf seine Gestalt schaut, ahnt, dieser Christus hat das Kreuz bereits hinter sich gelassen.“ Pfarrer Christoph Gerdemann

 

Lichtkreuz  (Kreuz der Auferstehung)

Seit Mitte 2009 ist die Pfarrgemeinde Liebfrauen im Besitz des vom Künstler Ludger Hinse aus Recklinghausen, 2 m x 2 m großen, aus Acrylglas, geschaffenen Lichtkreuzes. Es hängt im Altarbereich etwa 4 m von der Decke herab, den gleichen Abstand hat es vom Kirchenboden. Wer zu verschiedenen Uhrzeiten zum Betrachten des Lichtkreuzes kommt, wird sehen, wie es sich ständig verändert. Das Kreuz bewegt sich schon beim geringsten Luftzug und es wandelt sich farblich durch die unterschiedlichen Lichteinwirkungen der bleiverglasten bunten Fenster. Als Kreuz der Auferstehung wird es jedes Mal für die Advents-und Fastenzeit abgehängt.

Das Kreuz wird zu dem sprechen, der es aufsucht. Es wird ein lebendiges Kreuz sein. Es wird mal blasser oder bunter leuchten. Es wird neu sichtbar machen, wofür das Kreuz Jesu Christi steht: für ein Leben, das den Tod aus den Angeln hebt. Es wird ein lebendiges Kreuz sein.“ Pfarrer Christoph Gerdemann

Tabernakel

Seit der Umgestaltung 2006 steht der Tabernakel in der Sakramentskapelle. Er wurde 1961 in den Kunstwerkstätten Maria Laach gefertigt. Weil die Seitenwände des Tabernakel trapezförmig ausgeführt wurden, sind die Motive gut zu erkennen: Die klugen Jungfrauen eilen mit ihren brennenden Lampen dem Bräutigam, sprich Christus entgegen, um am himmlischen Hochzeitsmahl teilzunehmen… (Mt 25, 1-13) Im Jahr 1992 hatte der Goldschmied Willi Polders aus Kevelaer die Verheißung „Selig die teilhaben am himmlischen Hochzeitsmahl“ dadurch hervorgehoben, dass er die Figuren und das Himmelstor auf dem silbernen Hintergrund vergoldet hat. Die Steele kam erst 1992 dazu.

Fenster

Die rundbogig durchgehenden Fenster mit kleinteiligen Rautenmuster in dunkelfarbiger Antikverglasung, nach Entwürfen des Künstlers Bernd Krampe aus Münster, wurden 1958 die bis dahin undurchsichtigen Rohglasfenstern der Nachkriegszeit ersetzt.

Die Fenster im früheren Altarbereich, heute Meditationsraum, erhielten 1961 dagegen eine hellgetönte, farbige Verglasung.

〈Ausführung: Glas- und Kunstmalerei Georg und Melchior Junglas, Münster〉

Im Nordosten der Kirche, unterhalb des Kirchturmes, erblickt man in der heutigen Sakramentskapelle, ein stark farbiges 4,50 m hohes Antikglasfenster, „Sonne“ genannt. Bei Tageslicht spürt man dort die gewaltige Symbolkraft der Sonne, wovon Hoffnung und Lebenskraft durch Christus ausstrahlt in Verbindung mit dem im Tabernakel aufbewahrten „Leib Christi“.

Zusammen mit den beiden seitlichen Fenster, aus Antikglas, sind sie 1975 nach Entwürfen des Künstlers Hans-Joachim Gramsch aus Xanten, durch die Firma Glasmalerei Hein Derix aus Kevelaer gefertigt worden.

Orgel

2 gleich 1 — An zwei Orgeln kann man spielen und doch kommt, spielt man auf der unten stehenden Orgel, der Ton oft genug nur aus der großen Orgel hoch oben von der Orgelempore.

Die Orgel ist ein Werk des Orgelbauers Friedrich Fleiter aus Münster. Sie ist – 1981/1982 – erst als 9-Register-Pfeifenorgel erstellt worden.

Nach weiteren fast 10 Jahren wurde 1990 das bestehende Orgelwerk endgültig fertig erstellt, umfasst seitdem 1.437 Pfeifen, in  21 klingenden Registern, verteilt auf zwei Manuale und ein Pedal, mit neuem Spieltisch und zwei elektrisch gesteuerten Schleifladen für das Haupt-und Pedalwerk.

Seit April 1992 ist die Pfarrgemeinde auch im Besitz eines kleinen fahrbaren Orgelpositivs mit 5 Registern und wurde ebenfalls von der Orgelbaufirma Friedrich Fleiter erstellt.

Nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten im Jahre 2006 ist durch die Firma Friedrich Fleiter ein Lichtwellenleitersytem für die Verbindung des kleinen Orgelpositivs, das im Altarbereich steht, zur Hauptorgel geschaffen worden. Durch die digitale Umwandlung der elektrischen Ströme sind die Spielfunktionen der zweimanualigen Hauptorgel vom Orgelpositiv abrufbar. Diese Einrichtung nimmt in besonderem Maße Bezug auf die liturgische Praxis in unserer Pfarrgemeinde. So kann ein gleichzeitig als Chorleiter und Organist tätiger Kirchenmusiker sowohl die Chorbegleitung als auch die Begleitung des Gemeindegesanges vom kleinen Orgelpositiv aus mühelos bewerkstelligen.

Madonna

Als Mittlerin zwischen Gemeinde und Christus stellt sich die Madonna dar. Eine moderne, ohne Kind, auf einem Thron sitzende gekrönte Muttergottes des Bildhauers Erich Moog 1896-1975〉 aus Kottenheim/Eifel. Der Bildhauer hat diese Figur 1961 so nach Wunsch der Gemeinde und des damaligen Pfarrers Norbert Enste geschaffen. Seit der Neugestaltung der Kirche 2006 hat sie ihren Platz in einer Nische zwischen den beiden Pfeilern, auf der linken Seite gefunden 〈von den Eingangstüren her gesehen〉.

Mit 50 Jahren war sie renovierungsbedürftig, so dass sie in 2012 durch die Restauratorin Frau Beate Zumkley aus Wesel-Bislich wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht wurde.

Hl. Barbara

Aus Eiche ist die Barbara-Figur, die an der rechten Wandseite in einer Nische aufgestellt ist. Als Schutzpatronin der Bergleute ist sie für das ehemalige Kohlebergbaugebiet eine wichtige Heilige. Nach Hochheide zogen damals viele Slowenen, um dort zu arbeiten und zu wohnen. Zum Dank stifteten im Jahre 1913 viele von in Hochheide wohnenden Slowenen diese Figur. Man sieht ihr Alter von über 100 Jahren an, auch durch die sichtbaren Schäden der beiden Weltkriege.

Die Immerwährende Hilfe

Die Ikone „Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe“ ist wohl das meist verbreitete Madonnenbild der ganzen Christenheit. Das Original-Gnadenbild selber befindet sich in der Sankt Alfons-Kirche der Redemtoristen in Rom. Niemand weiß genau, wann sie gemalt wurde, ob im 13., im 14.  oder im 15. Jahrhundert.

Die im Jahre 2000 restaurierte Gnadenbildkopie stammt vermutlich aus den Jahren 1920/30 und steht schon seit vielen Jahren in der Kirche, genau weiß man es nicht. Die auf Spannplatte gestaltete Glasmalerei auf gefärbtem Glas, mit eingebrannten Goldauflagen. Die einzelnen Scheiben sind aufgeklebt und mit wasserlöslichem Material dunkelgrau verfugt. Der Rahmen kennzeichnet sich durch eine Kultbemalung.

Die Ikonenrückwand ist auch aus dem „Anröchter Dolomit“ und ebenfalls in den Steinmetzwerken Wintges aus Duisburg 2006 gefertigt worden. Die Ikone mit der Rückwand steht in der Kerzenkapelle.

Das Fenster auf der rechten Seite ist aus Betonglas, und wurde vom Künstler Hans-Joachim Gramsch aus Xanten entworfen und durch die Fa. Glasmalerei Hein Derix Kevelaer gefertigt.

Kreuzwegstationen

Vierzehn Kreuzwegbilder zieren die Wände der Liebfrauenkirche seit 1960.

Die einzelnen, in der Wand einbetonierten, Stationen (46 cm hoch und 31 cm breit) wurden von Hochheider Familien und Personen gestiftet.

Entworfen sind sie vom Künstler Bruder Lukas Ruegenberg aus der Abtei Maria Laach und ausgeführt von der Staatl. Majolika-Keramik-Manufaktur in Karlsruhe.

Bei der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Majolika-Technik wird die Keramik zweimal gebrannt. Nach einem ersten Brand des Rohlings wird zunächst eine deckende Zinnlasur aufgebracht, die den idealen Untergrund für die Bemalung mit Farbpigmenten bildet.  Beide Lagen verschmelzen dann im zweiten Brand zu einer farbig glänzenden und wasserdichten Außenschicht.

Kriegergedächtniskapelle

Auf fünf keramische Tafeln sind die Namen von 133 gefallenen Männern des Zweiten Weltkrieges aus der Pfarrgemeinde verewigt.

Inschrift: Opfer des Völkerkrieges 1939 – 1945, deren Namen hier ein Anruf und Trost sein sollen. Bewahrt ein christliches Gedenken auch den Gefallenen des Weltkrieges 1914 – 1918 und allen ungenannten und Gott allein bekannten Opfern beider Kriege.

Das Kreuz in der Kriegergedächtniskapelle stammt noch aus alten Zeiten, es wurde ehemals als Vortragekreuz z.B. bei den Wallfahrten unter Propst Sasse getragen, hier ein Foto von 1952.

Glockengeschichte

Foto: Andreas Probst

Die Rektoratskirche (Notkirche) hatte zwei kleine Glocken, die aus der Notkirche St. Laurentius Duisburg-Beeck stammten. Als sie durch die Liebfrauenkirche im Jahre 1931 ersetzt wurde, musste die Gemeinde erst einmal ohne Geläut auskommen.

Vier Jahre später wurden im Oktober 1935 vier neue Bronzeglocken von der Glockengießerei Petit & Edelbrock aus Gescher (Westf.) angeliefert.

Sieben Jahre danach, Anfang 1942, forderte ein Erlass des Reichsinnenministers, die Bronzeglocken für die Rüstungsindustrie abzuliefern. Ein schwacher Trost war, dass die kleinste Hubertusglocke noch bleiben durfte.

Nach dem Ende des Krieges gab es zunächst dringliche Probleme, so dass erst am Nachmittag des 14. August 1954 vier neue Gussstahlglocken das Patronatsfest einläuteten.

Dies sind die 4 Glocken, die seitdem in Liebfrauen zum Gebet rufen:

Marienglocke: Schlagton d‘, 1290 kg u. 1510 mm Durchmesser
Inschrift: HL. MARIA, DU KÖNIGIN DES HIMMELS,
BESCHÜTZE DEINE PFARRGEMEINDE.
Josefglocke: Schlagton f‘, 754 kg u. 1260 mm Durchmesser
Inschrift: HL. JOSEF, DU ZIERDE DES HÄUSLICHEN LEBENS , BITTE FÜR UNS.
Michaelglocke: Schlagton g‘, 510 kg u. 1110 mm Durchmesser
Inschrift: HL. MICHAEL, DU GOTTESSTREITER, HILF UNS KÄMPFEN.
Barbaraglocke: Schlagton a‘, 337 kg u. 970 mm Durchmesser
Inschrift: HL. BARBARA, BESCHÜTZE DIE MÄNNER, TIEF DRUNTEN IN DER ERDE.
Im Jahre 1992 erfolgte eine grundlegende Sanierung des gesamten inneren Turmes, einschließlich der Glockenstube, die in 30 m Höhe liegt.
Daten aus dem Archiv / Texte Zusamenstellung: Christel und Fritz Koop
Fotos aus dem Archiv und Fotos von M. Henkel