Nachrichten / Termine

Bericht über den Gemeindebegleitungstag am 26. Januar zum Thema Missbrauch
Zu Beginn des gemeinsamen Tages begrüßte Herr Pastor Hendricks die beiden Moderatoren Frau Stollenwerk aus Köln und Herrn Freck aus Bremen.
Herr Hendricks begann mit einer Schilderung des chronologischen Ablaufes des Falles W. Nach diesen Ausführungen gab es die ersten Wortmeldungen sowie verschiedene Fragen und Ansichten aus der Gemeinde. Die Fragen wurden, wo möglich, umgehend beantwortet.
Unterschiedliche Ansichten über die Verfahrensweise zur Causa W. traten auf und wurden von den Anwesenden unterschiedlich bewertet. Anhand einer Power Point-Präsentation stellten die beiden Moderatoren  den Leitfaden und die Handlungsvorgaben der Präventionsordnung seitens des Bistums vor. Anhand des Leitfadens wurden die Grundsätze von Präventionsmaßnahmen detailliert dargestellt und erklärt.
Die abschließende Beurteilung des Falles W. wurde und konnte aufgrund nicht zu  beantwortender Fragen nur teilweise erfolgen, da die Entscheidung von den Verantwortlichen des Bistums in Münster getroffen wurde. Der Fall konnte aber als ein Indiz dafür angesehen werden,  dass  innerhalb der ehemals drei Gemeinden grundsätzliche Kommunikationsdefizite vorliegen.
Danach wurden die Teilnehmer aufgefordert, in Kleingruppen Wünsche und Erwartungen  zu benennen. Die Themen mit der höchsten Punktzahl  wurden dann inhaltlich in den Gremien mit den anwesenden Vertretern der Gremien vertieft.
Folgende Grundsatzfrage stellte sich: Wie erreicht man am besten die Gemeindemitglieder? Innerhalb der drei Gemeinden liegen unterschiedliche strukturelle aber auch soziologische Beziehungsebenen vor;  auch die Wahrnehmungsaufnahme innerhalb der drei Gemeinden sei unterschiedlich.
Innerhalb der Gruppendiskussion stellte sich die Frage, was macht  das Seelsorgeteam generell, wo liegt deren Hauptaufgabenschwerpunkt innerhalb der Gemeinden. Im Laufe der Gruppendiskussion wurde auch die Frage aufgeworfen, wie überhaupt  Gremienentscheidungen getroffen werden, die häufig für die Teilnehmer nicht unbedingt nachvollziehbar  sind, daher müsste in den Entscheidungsgrundlagen mehr Transparenz vorliegen. Von einer Teilnehmerin wurde bestätigt, dass zwischen Pfarreirat und dem Gemeindeausschuss ein Kommunikationsdefizit vorliegt.
Hinter allen aufgeworfenen  Themen stand die generelle Frage, wieviel Informationen sind den Gemeindemitgliedern mitzuteilen, wie sind diese Informationen ggfls. zu transportieren? Verschiedene Vorschläge wurden dazu eröffnet, beispielhaft wurde ein regelmäßiges Gemeindetreffen genannt, 
sollten nach den Messen Info-veranstaltungen stattfinden oder sollten die Pfarrbriefe zusätzliche Infos über möglich Entscheidungen etc. enthalten. 
Festzustellen bleibt, dass es sich stets und ständig um eine sehr offene und sachlich Diskussion handelte. Die ruhige, deeskalierende und immer wieder auf den Punkt bringende Art der Moderatoren wurde durchgehend als wohltuend und bereichernd, gerade bei so einem emotionalen Thema empfunden.
Georg Lehner, Protokollführer

Pfarrnachrichten zum Runterladen hier: 19-PN-03-24