Rückblick auf die Gemeindeversammlungen am 13.05.2021

Während der gut besuchten Gemeindeversammlungen am 13. Mai 2021 wurden und werden auch nach den Versammlungen von einigen Gremienvertreter*innen Ideen/Visionen für die Gebäudesituation der Zukunft in St. Franziskus vorgestellt.

Der Bitte einiger Teilnehmer*innen um Veröffentlichung der einzelnen Ideen/Visionen kommen wir nach, in dem wir die mittlerweile eingegangenen Präsentationen hier veröffentlichen:
Statistiken/Zahlen aus der Präsentation während der Gemeindeversammlung – zusammengestellt von Paul Weiser

Zum Download: Präsentation Stastitiken

 

0. Vorstellung des Vorschlags aus Münster – von Peter Wiatr
Am 26.09.2020 haben sich das Seelsorgeteam, der Kirchenvorstand und der Pfarreirat zum 2. Visionstag im Gemeindezentrum St. Peter getroffen. Bei diesem Treffen habe ich zum ersten Mal über den dringenden Handlungsbedarf bezgl. der baulichen Mängel im Bereich des Kindergarten St. Peter erfahren.
Am 6. Oktober 2020 fand im Bischöflichen Generalvikariat -BGV- in Münster ein Abstimmungsgespräch zur Weiterentwicklung des Standorts St. Peter statt. An diesem Gespräch nahmen 5 Teilnehmer von BGV, 10 Teilnehmer aus St. Franziskus und 1 Teilnehmer der Zentralrendantur teil. Bei diesem Gespräch wurde zunächst dargelegt, dass im Bistum der Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder als prioritäres Handlungsfeld angesehen wird. Es wurde über den Beschluss des Kirchensteuerrates aus September 2019 berichtet, zusätzliche Mittel für notwendige Sanierungsmaßnahmen für den Bereich Tageseinrichtungen für Kinder zur Verfügung zu stellen. Weiter wurde eindeutig mitgeteilt, dass seitens des Bischöflichen Generalvikariats der Kindergarten St. Peter auf Grund der gravierenden baulichen Mängeln, die bei einer Begehung am 13.06.2019 festgestellt wurden, als baulich und funktional abgängig eingestuft wurde und wird.
Diese Einstufung bedeutet, dass für eine bauliche Sanierung keine finanziellen Mittel durch das BGV zur Verfügung gestellt werden. Seitens des BGV wurde der Vorschlag/Empfehlung ausgesprochen, einen neuen vier- bis fünfgruppigen Kindergarten im Investorenmodell zu bauen. Weiterhin wurde angeregt, den Neubau des Kindergartens mit dem Neubau eines Gemeindezentrums am Standort St. Peter zu kombinieren und dadurch mögliche Synergieeffekte für die Zukunft zu nutzen. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für die Schaffung eines liturgischen / multifunktionalen Raumes Kirchensteuermittel zur Verfügung gestellt werden können. Für die weitere Finanzierung erforderlicher/gewünschter Gemeinderäume könnte der Verkauf des bisherigen Kindergartengeländes aber auch anderer Grundstücke im Besitz der Pfarrei St. Franziskus genutzt werden.
Der Pfarreirat hat bereits den Beschluss gefasst, den Kindergarten St. Peter, in welcher Form auch immer, neu zu bauen. Noch ist weiter nichts entschieden, weder bei uns noch in Münster!
Aus Münster zurück liegt nun die Aufgabe bei uns, das Angebot aus Münster zu prüfen und unsere Vorstellungen, wie wir uns als Kirche in Homberg weiterentwickeln wollen, zu konkretisieren. Noch können wir mitbestimmen, wir müssen aber unsere Ideen/Visionen liefern und auf den Weg bringen. Dabei sind nicht nur die Gremien Pfarreirat und Kirchenvorstand und das Seelsorgeteam, sondern
alle Mitglieder der Pfarrei St. Franziskus angesprochen und gefordert.
Zum Dowenload: Vorstellung des Vorschlags aus Münster

1. Vision – von Herr Albermann
Kirche und Gemeindezentrum bleiben in der bisherigen Form bestehen.
Sollte der bisherige Kindergartenbau nicht zu sanieren sein, werden sie Bestandteil einer großen Lösung „Kindergarten, Kirche und Gemeindezentrum“.
Hierzu erfolgen die folgenden Maßnahmen:
• Der bisherige Haupteingang der Kirche wird verlegt an die Friedhofsallee, also zum jetzigen „Nebeneingang“.
• Der Kindergarten wird neu gebaut (zur Not als InvestorInnenmodell) auf dem bisherigen Kirchvorplatz. Eventuell könnte auch eine weitere Etage (auf die Kirche) aufgestockt werden, um sozialen Wohnraum oder auch Büros zu schaffen.
• Obwohl ja ein InvestorInnenmodell keine Finanzierung seitens der Gemeinde oder des Bistums benötigt, könnten zur Finanzierung des Erweiterungsbaus zum Einen der Ausbau des bisherigen Pfarrhauses zu Mietwohnungen geschehen, was ja auch von Herrn Hendricks
angeregt wurde.
• Weiterhin könnten die Büros aus dem Pfarrhaus in das Gemeindezentrum ziehen, um dort größere Wohnungen zu schaffen.
• Im Notfall könnte zu Finanzierung der Bauten auch der Verkauf des aktuellen Kindergartengeländes genutzt werden.
Durch diese Maßnahme könnte das aktuelle Kirchgelände weiterhin auch für Freiluftgottesdienste, Ferienprogramme, Gemeindefeste genutzt werden. Die Nutzung des Außengeländes ist auch für den Kindergarten möglich und das Gelände liegt in einem noch geschützteren Bereich.

zum Download: Vision Albermann

 

2. Vision – von Stefanie Foltin
Meine Vision ist, das wir nach unserem Motto des Pastoralplans handeln: SEHEN-URTEILEN-HANDELN und ein kurz, mittel und langfristiges Immobilien Konzept für St. Franziskus erstellen.
Dazu gehört für mich vorhandenen Immobilien Bestand sachgerecht und emotionslos zu bewerten und auf perspektivische pastorale Entwicklung hin zu überprüfen.
Ich für meinen Teil, habe eine „In Augenschein Name“ der gesamten Immobilien, wo es mir möglich war, gemacht.
Für mich hat meine Recherche ergeben, das es unter vielen anderen Investitionsstaus, es auch einen im Kindergarten St. Peter gibt. Meines Erachtens stehen allerdings die baulichen Reparaturkosten in keinem Verhältnis zu den Kosten eines Neubaus. Oder reißen Sie Ihr Haus ab, nur weil das Dach und die Fenster erneuert werden müssen? Besonders da die großen „Baustellen“ energetischer Art sind, die man gut mit öffentlichen Fördermitteln bestreiten könnte. Für die kleinen „ Baustellen“ wie z.B. fehlender Sonnenschutz oder warmes Wasser bei den Toilettenwaschbecken, könnten sicherlich andere Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden. Ich denke da z.B. an den Förderverein oder einen Spenden Baustein Verkauf wie bei dem letzten Umbau.
Wenn man daran denkt , das 2011 in den Umbau  435 000.-€ investiert worden ist, wovon der Förderverein ca. 40.000€ übernommen hat, sollte man doch sicherlich über eine Sanierungsmöglichkeit nachdenken. Vielleicht hat der Förderverein ja auch Interesse, den Kindergarten in Eigenregie zu übernehmen, oder ein anderer Träger hat am Erhalt des Kindergartens Interesse. Diese Möglichkeiten sollte man auch einmal auf  Umsetzbarkeit prüfen. Vergleicht man die Reparatur Kostenschätzungen der Kindergärten fällt auf, das im Kindergarten St. Johannes ein ähnliches Problem mit der fehlenden Dachneigung vorhanden ist. Die wird aber erst kurzfristig Not-repariert und steht dann in den nächsten Jahren auf dem Plan. Wird es dann auch vom Bistum keine finanzielle Beteiligung mehr geben und wir müssen den St. Johannes Kindergarten abreißen?
Wenn von der Bistum Seite keine Beteiligung in finanzieller Weise kommt, obwohl sie Tageseinrichtungen für Kinder als Lebensraum des Glaubens als besonders pastorales Vorhaben priorisieren, wäre eine Möglichkeit für den St. Peter KG, im Investoren Modell eine neue Einrichtung zu bauen.
Diese könnte dann noch Wohnmöglichkeiten in den oberen Etagen beinhalten. Wohngruppen für Behinderte? Wohnungen für Familien mit vielen Kindern? Auch ein Senioren Einrichtung wäre denkbar, wie sie z. B. In Ruhrort verwirklicht wurde.
Zum jetzigen Zeitpunkt regnet es im St. Peter KG nicht rein , die Kinder erfrieren im Winter nicht und gegen die Hitze könnte man vorerst mobile Klimageräte und  für die Fenster Rollos anschaffen.
Weiter könnte man für die Bauphase ein Containerdorf auf dem Außengelände von St. Peter aufstellen, oder sich in ein leerstehendes Gebäude, wie z.b. die ehemalige Haesen Schule ,  vorübergehend einmieten. All dies würde uns Zeit zur wohlüberlegten Planung eines Immobilien Konzepts für GANZ St. Franziskus ermöglichen.
Für das Gemeindezentrum St. Peter sehe ich keinen großen baulichen Investitionsstau. Ja, die Heizung könnte ausgetauscht werden, die Fenster überarbeitet und auch ein behinderten gerechtes WC sollte eingebaut werden. Doch trotz all dieser „ Mängel“ haben wir die geringsten Nebenkosten der drei Standorte von St. Franziskus und ich habe in St. Peter noch in keiner Messe gefroren!
In Hinsicht auf das große Potenzial der zahlreichen Neubaugebiete in den Haesen und das es hier kein gewachsenes Zentrum gibt, könnte der Standort sehr wichtig werden, da er sich von der Lage und Nutzungsmöglichkeiten für viele Treffpunkte anbietet.
Gerade in den Zeiten der erhöhten Kirchen Austritte, sollten wir die Möglichkeit nutzen, St. Peter als niederschwelligen Ort in der Pfarrei zu besitzen. St. Peter ist im Inneren nicht ausschließlich als Kirche erkennbar und bietet zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Wo sonst können Kinder sagen, das sie schon in der Kirche Fußball gespielt haben oder einen Abschlussgottesdienst der Schule gefeiert haben, der sogar von der muslimischen Seite akzeptiert und respektiert wurde?
Meine Idee für das Gemeindezentrum wäre, es tatsächlich als ZENTRUM zu nutzen und hier die Pfarrei St. Franziskus zu zentrieren. Man könnte problemlos die Büros der Hauptamtlichen in den ersten Stock verlegen. Auch das Pfarrbüro wäre realisierbar im jetzigen Clubraum oder auch in den Kellerräumen, wenn man das Souterrain mit einer Rampe auch für Behinderte begehbar machen würde.
Das wäre dann für mich ein GEMEINDEZENTRUM.
Zum Download: Vision Foltin

 

3. Vision – von Imke Wiengarten-Malik
Meine Vision:
Ich stehe hier als Mutter eines Kita-Kindes.
Vor gut 1 ½ Jahren standen mein Mann und ich vor der Frage, ob, und wenn ja, wo wir einen Kita-Betreuungsplatz für unsere Tochter im U3-Bereich bekommen.
Bei vielen Personen meiner Elterngeneration stieß ich mit der Sorge damals auf Unverständnis, denn immer wieder wurde gesagt: „Als du in den Kindergarten gekommen bist, da sind wir einfach hingegangen, haben dich angemeldet und dann bist du zum Kindergarten gegangen.“
Das klingt für die Ohren heutiger Jung-Eltern nach einer wunderbaren Situation.
Denn: dem ist leider heute nicht so.
Heute meldet man sein Kind über das Jugendamt an, kann auflisten, für welche Kitas man sich melden möchte, hat im besten Fall zuvor Kontakt zu den Kitas aufgenommen, um abzuklären, ob das Kind in die Altersstruktur passt, die Kita überhaupt Kinder diesen Alters aufnimmt, sich die Kitas angesehen und sich persönlich vorgestellt.
Und dann beginnt eine Zeit des Wartens. Tatsächlich spiegeln die Zahlen, die die Stadt Duisburg veröffentlicht hat und die wir präsentiert bekommen haben, nicht unbedingt die Realität ab. Zudem könnte man die Zahlen auch noch so interpretieren, dass ein Überangebot an Kita-Plätzen vorliegt und man potentiell keine drei katholischen Kitas „braucht“.
Wir haben einen Kita-Platz bekommen. Wir haben Glück gehabt und konnten, wie geplant, beide wieder arbeiten. Das Leben will auch finanziert sein.
Ich kenne jedoch einige Familien, bei denen es keine positive Rückmeldung gab, wo die Kinder keinen Kita-Platz bekommen haben. Das sind Familien, die ihr Leben auf Grund der fehlenden Kita-Plätze umstricken musste, auf die Unterstützung der Großeltern oder, oder angewiesen waren und sind.
Und gerade deswegen halte ich es für unfassbar wichtig, als katholische Kirche alle drei Kitas am Leben und im Dienst zu halten. Es geht uns Eltern ja nicht nur darum, dass das Kind eine Betreuung hat. Meinem Mann und mir war es auch wichtig, dass unsere Tochter einen konfessionellen Kindergarten besucht.
Und daher plädiere ich ganz stark dafür, dass die Kita in St.Peter erneuert wird.
Und ja, ich kann mir vorstellen, dass dies in einem gemeinsamen, neuen Komplex mit einem Kirchraum am Standort St. Peter entsteht. So kann in meinen Augen auch ein Bezug, eine Bindung aufgebaut werden. So kann den Kindern Gemeinde noch viel enger vorgelebt werden, mit all den Gruppen und Vereinen, mit den Veranstaltungen und Feiern, all dem, was Gemeindeleben neben den Messen ausmacht.
Wichtig ist, dass wir den Moment nutzen und dem Bistum klar machen, dass wir drei Kindergartenstandorte brauchen! Denn, und das ist nicht „nur“ meine Meinung als Mutter eines Kitakindes, sondern gerade auch als Mietglied des Kirchenvorstandes, der Schlüssel für drei lebendige Kirchstandorte sind drei katholische Kitas in Homberg.
Zum Download: Vision Wiengarten-Malik

 

4. Vision – von Norbert Gatz
Meine Idee basiert auf den vorliegenden Zahlen der Entwicklung der Gläubigenzahlen in Homberg. Gesellschaftlicher Entwicklungen und dem Handlungsbedarf für den Kindergarten/ Familienzentrum St. Peter.
Diese Entwicklung sehe ich für die nächsten 2 bis 10 Jahre.
– Die Gemeinde Liebfrauen hat vor 15 Jahren eine Konzentration der Flächen und Umgestaltung der Kirche vorgenommen.
– Die Gemeinde St. Johannes hat vor 10 Jahren Flächen aufgegeben und Flächen in einem neuen Pfarrheim reduziert
– Der Kindergarten und Familienzentrum St. Peter muss neu gedacht werden.
– Die Kirche St. Johannes wird saniert.
– Am Standort St. Peter entsteht über ein Investoren Modell ein „Mehrgenerationen Haus“
Im Erdgeschoss befinden sich:
– Der Kindergarten mit seinem integrativen Familienzentrum.
– Ein Gemeinderaum.
– Evtl. ein Angebot einer Tagespflege für Senioren
– Eine übergreifende Nutzung von Räumen des Familienzentrums wird gewährleistet.
In den Obergeschossen entsteht:
– Öffentlich geförderter barrierefreie Wohnraum.
– Die Möglichkeit von Wohngruppen für Menschen mit Behinderung
– Wohnungen für Menschen mit mehreren Kindern/ Familienmitgliedern.
In der weiteren Planung:
– Umwidmung, Vermietung, Verkauf von Gemeinderäumen der Gemeinde Liebfrauen und St. Johannes
„Präsentation Zukunft“
 Zum Download: Vision Gatz

 

5. Vision – von Georg Lehner
Zuerst einmal verstehe ich eine Fusion als ein Zusammenlegen von unterschiedlichen Gemeinden zu einer neuen Pfarrei. Kein Problem, wenn dieses nicht mit Einsparungen /Verkleinerungen verbunden wäre. Sobald aber Einsparungen durchgesetzt werden müssen, fangen die (verständlichen) Bemühungen statt, das Alte, dass einem vertraut und mit vielen Erinnerungen verbunden ist, zu bewahren.
Um ein Gemeindeleben nach Einsparungen in einer fusionierten Pfarrei zu ermöglichen, ist es unerlässlich, dass alle Beteiligten etwas abgeben müssen, um alle etwas behalten zu können. Darüber muss man sich im Klaren sein. Nur so kann überhaupt ein „Wir-Gefühl“ entstehen. Einfach einen Teil entfernen/wegfallen lassen und die Lücke notdürftig mit einem „Pflaster“ zu kaschieren, kommt einer Amputation gleich. Der Phantomschmerz wird in der Pfarrei verbleiben und ein Miteinander auf lange, lange Zeit vergiften und neue Ansätze auf unbestimmte Zeit verhindern.
Des Weiteren werden für einen „Umbau“ ja immer sachliche Gründe angeführt. Äußerst schwierig wird es, wenn diese dann in dem Lösungsansatz nicht für alle eine Maxime spielen und nur ein Teil der Pfarrei die Auswirkungen im vollen Ausmaß zu spüren bekommt.
Um eine Situation in einer Pfarrei beurteilen zu können, muss die Lebendigkeit des Gemeindelebens vor Ort immer von den Planern mit in die Planung einbezogen werden. Planungen müssen für alle durchsichtig sein und ein großer Kreis einbezogen werden. Es muss eine ehrliche Aufnahme des Vorhandenen erfolgen und analysiert werden. Vorschläge müssen aufgenommen und ehrlich mit in den Lösungsversuch einbezogen werden. Ist eine Kommunikation mit der Gemeinde nicht möglich, wie zu Zeiten von Corona, muss der Prozess ausgesetzt werden!! Die Menschen vor eine vollendete Tatsache zu stellen, ist nicht zielführend. Auch dem Bistum müsste aus den vielen schmerzlichen Fusionsprozessen gelernt haben, zukunftsorientiertes Aufstellen bekommt man nicht umsonst! Man muss in die Zukunft investieren. Die Menschen sind nicht mehr gewillt, Entscheidungen von irgendwelchen  Leuten, die sich als höhere Instanz berufen fühlen, zu akzeptieren, die sie aber nicht nachvollziehen können.
Hier nun meine Vision, wenn denn Grundstücke, gleichbedeutend mit „Teile des Gemeindelebens“, verkauft werden müssen:
– Das Pfarrhaus Liebfrauen verkaufen. Denn sowohl der Gemeindeort St. Johannes also auch St. Peter haben je eine Dienstwohnung für einen Seelsorger.
– Im Pfarrzentrum St. Peter stehen in der oberen Etage 3 Räume zur Verfügung, die als Büros für den Pastoralreferenten, der Pastoralassistenten und des Verwaltungsreferenten eingerichtet werden können.
– Die Küche des Pfarrzentrum St. Peter müsste zum Büro des Pfarrers umgebaut werden.
– In Liebfrauen müsste vor das Pfarrzentrum ein Raum, der den Vorbau Gemeindezentrums mit einbezieht, als Pfarrbüro angebaut werden.
– Im Pfarrhaus St. Peter stehen 2 getrennt Büroräume für ein Front- und ein Backoffice sowie ein Materialraum zur Verfügung.  
– Das Pfarrzentrum St. Peter muss renoviert werden, eine Lösung für eine Küchenzeile/-nische im Flurbereich gefunden werden.
– Ein St.-Peter-Platz vor der Kirche ist „nice to have“, aber nicht überlebenswichtig. Hier könnte ein neuer Kindergarten von einem Investor errichtet werden, wenn der alte Kindergarten wirklich nicht mehr zu retten wäre und die Pfarrei Investorenmodell leisten kann. Das jetzige Kindergartengrundstück müsste verkauft werden.
– St. Johannes möchte seine alte Kirche behalten und hat sich für eine wunderschöne Renovierung entschieden.  Da die Räumlichkeiten der Caritas von der Gemeinde St. Johannes angemietet sind, müsste die Gemeinde mit der Caritas eine Gemeinderaumnutzung in der Marienstr. 6 vereinbaren. Der Pfarrzentrumbelegungsplan wies vor Corona in St. Johannes leider keine große Auslastung des Zentrums aus, so dass die stattfinden Veranstaltungen, wie sie laut Pfarrnachrichten sowieso zu 90% ausgewiesen wurden, im BBZ stattfinden. Das Pfarrzentrum könnte verkauft werden, in erster Linie dem Krankenhaus zur Nutzung (Büro) angeboten werden.
Vorteil dieser Version:
– Die Pfarrzentrumsflächen in St. Franziskus wurde, wie vom Bistum gefordert, drastisch verkleinert.
– Alle 3 Kirchorte behalten ein angemessenes Gotteshaus und jeder Standort würde für die Menschen einen Treff- und Erlebnispunkt erhalten.
– Man hat 3 Grundstücke aus jeder ehemaligen Gemeinde verkauft, alle in exponierter Lage, um die baulichen Maßnahmen der Pfarrei zu finanzieren. So wird Geld für die Sanierungsarbeiten in St. Franziskus generiert.
– Durch den Erhalt eines Multifunktionsgebäudes ist der Pfarrei St. Franziskus die Möglichkeit erhalten geblieben, Veranstaltungen auf Pfarrebene anzubieten.
– In einem Stadtteil, in dem 3 Neubaugebiete erschlossen worden sind, ist auch weiterhin ein kirchlicher Treffpunkt erhalten geblieben.
– Alles wird verkleinert, die Fixkosten gesenkt.
– Ein im Unterhalt günstiges Gebäude bliebe erhalten, noch dazu die jüngste Kirche in St. Franziskus. (Sorgsamer Umgang mit dem Bestehenden)
– Alle 3 ehemals eigenständige Gemeinden haben zusammen in ihre Zukunft investiert.
Dies ist nur eine mögliche Vision. Es gibt noch andere Vorschläge, die, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, bestimmt auch zu Gehör gebracht worden wären. Denn eines ist doch klar, Kirche, die sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, wird immer weiter in die Bedeutungslosigkeit geraten und in 10 – 15 Jahren muss der nächste Kirchort aufgegeben werden. Ob das eine Kirche ist, die für einen 7-stelligen Betrag renoviert wurde?

Zum Download: Vision Lehner

 

6. Vision – von Paul Weiser, incl. Stastitiken
Meine Vision zum Erhalt der Gebäude in St. Franziskus:
1. Kindergärten
Auf Basis der aktuellen Zahlen ist festzustellen, dass schon jetzt ein Überbestand an Kindergartenplätze im Bezug zur Empfehlung des Bistums besteht. Des Weiteren geht aus den von der Stadt Duisburg veröffentlichten Zahlen hervor, dass die Versorgung im Stadtteil insgesamt als ausreichend angesehen wird. Dies führt dazu, dass die jetzige Anzahl an Kindergartenplätze der Pfarrei ausreichend ist. Aufgrund der sinkenden Steuereinnahmen der Kirche ist nicht damit zu rechnen, dass das Bistum den Trägeranteil für die Überkapazitäten auf Dauer zahlen wird. Hieraus ergibt sich, dass es keinen Sinn macht, die Plätze auszuweiten.
Für die Kindergärten in St. Johannes und in St. Peter sind erhebliche Investitionen notwendig, um diese Kindergärten zu erhalten. Daher ist für beide Kindergärten zu prüfen, ob ein Neubau sinnvoller ist. Da die aktuellen Mittel sowohl der Gemeinde als auch des Bistums nicht ausreichen, ist die Möglichkeit der Errichtung der Kindergärten an den bisherigen Standorten durch Investoren zu prüfen.
2. Gemeindeflächen
Aktuell zahlt das Bistum für die Gemeindeflächen einen Pauschalbetrag. Dieser richtet sich nach der Menge der vorhandenen Kirchtürme. Alternativ wird die Zahlung pauschal nach der Anzahl der Gemeindemitglieder berechnet. Auf Dauer ist mit der Umstellung auf die Mitgliederzahl zu rechnen. Für Büroflächen zahlt das Bistum Pauschal nach den vorhandenen qm. Es ist daher sinnvoll, aus Gemeindeflächen Büroflächen zu machen.
Die drei Pfarrbüros ziehen in die nicht genutzten Räume in den jeweiligen Pfarrheimen. Die Hauptamtlichen beziehen die drei Büros in der ersten Etage des Gemeindezentrum St. Peter (wie zur Fusion schon geplant). Die Pfarrer mieten sich in Wohnungen ein. Diese Wohnungen werden vom Bistum gezahlt.
Hierdurch werden die jetzt als Büro und Wohnung genutzten Flächen frei zur Vermietung an Dritte. Damit erhöhen sich die Einnahmen der Gemeinde durch diese Vermietungen. Da die Gemeindeflächen pauschal durchs Bistum gezahlt werden, werden die Einnahmen auf dieser Ebene nicht verringert. Die Nutzung der Flächen wird optimiert.
Parallel dazu sind die verbleibenden Gemeindeflächen für Veranstaltungen gegen Entgelt zu nutzen. Dies können zum Beispiel Selbsthilfe Gruppen, Kurse oder Mitgliederversammlungen von Vereinen, Kurse der Volkshochschule, Konzerte, Vorträge, private Feiern usw. sein. Dies ist in Homberg attraktiv, da es hier kaum Alternativen gibt. Hierzu ist für alle drei Gemeindezentren ein einheitliches Angebot zu erstellen mit Musterverträgen, Preislisten usw.
Durch diese einfach und schnell umzusetzenden Maßnahmen lassen sich die positive Kassenlage der Gemeinde auch für die Zukunft sichern und die Abhängigkeit vom Bistum reduzieren.
Wie aus den vorgestellten Zahlen zu entnehmen ist, sind insbesondere die Kirche Liebfrauen mit € 62,43 pro qm und das Gemeindezentrum St. Johannes mit € 50,78 pro qm übermäßig teuer im Unterhalt. Hier sind Maßnahmen zu prüfen, wie diese Kosten wesentlich zu reduzieren sind. Wenn dies nicht möglich ist, sind hier alternative Nutzungsoptionen zu prüfen.

Zum Download: Vision Weiser