Taufe

Das Wort „Taufe“ kommt vom „tauchen“, und ist stark geprägt von der christlichen Tradition. Der Ursprung ist in der Taufe Jesus durch Johannes zu sehen (Mk 1,9-11).

Seit der Zeit der Apostel ist die Taufe ein christlicher Ritus. Zuerst war es ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens als Christ mit Untertauchen im Wasser, heute ist damit auch die Aufnahme in eine der christlichen Kirchen verbunden. Die Taufpraxis unterscheiden sich zwar in den christlichen Kirchen. Seit 2007 erkennen die evangelische Kirche und die  katholische Kirche, sowie 9 christliche Gemeinschaften die Taufe gegenseitig an, siehe „Madgeburger Erklärung“.

Die Taufe ist voller Bilder und Symbole. Diese lassen uns in das tiefe Geheimnis unseres Lebens schauen und sie sagen uns, wer wir sind. Die Symbole in der Taufe wollen uns mit Gott verbinden.

Das Kreuzzeichen, das dem Täufling mit dem Finger auf die Stirn gezeichnet wird, stellt die Verbindung zu Gott dar und als Zeichen der Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen. Wir bekennen uns mit dem Kreuzzeichen zu Gott, dem wir alles verdanken.

Taufwasserweihe: Vor der eigentlichen Taufhandlung wird das Taufwasser geweiht. Dabei wird Gottes Segen und die Kraft des Heiligen Geistes auf das Wasser herabgerufen.

Mit Wasser getauft: „Im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ In der Taufe wird die Liebe Gottes durch das ganze weitere Leben sichtbar. Im Guten wie im Schweren darf auf die Freundschaft Gottes vertraut werden. Eine Taufe ohne Wasser ist nicht denkbar.

Mit Chrisam gesalbt: Der Priester bezeichnet den Täufling mit einem wertvollen Öl, dem Chrisam, eine Mischung aus Olivenöl und Balsam. In Israel wurden die Könige, die im Auftrag Gottes das Volk regierten, nicht gekrönt, sondern mit Öl gesalbt. Vom Chrisam stammt auch der Name „Christ“. Der Name „Christus“ heißt der „Gesalbte“. Die Königssalbung bedeutet: Gott legt seine Hand auf diesem Menschen und nimmt ihn in seinen Dienst. Die Salbung besiegelt so das neue Leben, das der Täufling durch die Taufe bekommen hast.

Das Taufkleid ist ein Zeichen des neuen Lebens in der Gemeinschaft mit Christus, das mit der Taufe begonnen hat. Es symbolisiert, dass der Täufling nun Christus anziehst – wie ein Gewand. Die weiße Farbe bedeutet Unschuld und Reinheit, die außerordentliche Länge ist Zeichen für die Größe Gottes und den Glauben an ihn.

Am Licht der Osterkerze wird die Taufkerze entzündet. Die Osterkerze gilt als Symbol des auferstandenen Christus. Die Taufkerze ist das Symbol für das Licht Gottes, das den Täufling vom Anfang bis zum Ende seines Lebens begleiten soll. „Ich bin das Licht“, sagt Jesus. „Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,12). Den Eltern / den Paten wird das Licht anvertraut – durch Entgegennahme der Taufkerze. Sie sind beauftragt, das Licht Christi für den Täufling durch ihre Lebensweise auszustrahlen. Es macht ihnen damit noch einmal die Aufgabe deutlich, die sie übernommen haben. Sie sollen von Christus erzählen und den eigenen Glauben weitergeben. Auch der Täufling selbst soll in seinem Leben das Licht weitertragen. Wer zu Christus gehört, der ist selbst wie ein Licht, das in der Dunkelheit leuchtet.

Info:

Taufen sind in den drei Kirchen Homberg jederzeit nach Absprache mit dem Seelsorgeteam möglich: Pfarrer Thorsten Hendricks, Diakon Stefan Ricken.

Sie möchten Ihr Kind taufen lassen oder Sie überlegen sich taufen zu lassen, melden Sie sich im Pfarrbüro und lassen sich einen Taufgeprächtermin geben:

Tel.0 20 66 /50 23 18 – 0
Fax: 0 20 66 / 50 23 18 – 9
Email: stfranziskus-homberg@bistum-muenster.de